Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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216 Biblische Religionsgeschichte
ders für einen erheblichen Nüßen gehabt, nicht
nur für die damaligen, sondern auch für die
künftige Zeiten, wird auch berührt, hätte aber
noch etwas umständlicher ausgeführet werden
können.
In der vierten Lehrstunde dieser dritten Pe-
riode wird sehr schicklich vom HerodeS dem Gr.
gehandelt und dargethan, daß derselbe die Frey-
geisteret) unter dem Volk Israel habe einführen
wollen, und daß der äusserst verderbte Zustand
der jüdischen und heidnischen Welt die große
Religionsverbeßrung damals höchst nöthig ge-
macht habe, welche der gütige Gott durch feinen
Sohn, unfern Herrn Iesum Christum, zu Stande
gebracht, und dadurch so vielen Segen der Welt
ertheilet hat.
Die mosaische Religion veränderte, nach des
Hrn. Verf. Meinung, nichts in der Patriarcha-
lischen. Die vier Glaubenswahrheiten und drey
LebenSpfiichten, die schon oben erwähnt worden,
wurden durch den Moses und die folgenden Pro-
pheten nur mehr und mehr erläutert und dem
Volke Gottes eingefchärft. Wodurch dies wah-
re Religionssystem, das Moses kehrte, den Israe-
liten recht glaubwürdig, und wie sie durch diesen
großen Mann zubereitet worden, die Religions-
verbeßrung anzunehmen, welche Gott künftig
durch
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