Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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.2FO Oeuvres criti^ues cke ^Ir. kreret.
Heyden und Juden hätten nach einer verkehrten
Philosophie geglaubt, daß dergleichen Wunder
durch Hülfe der Dämonen geschehen könnten.
Da sie also von der Möglichkeit der Sache über-
zeugt gewesen, hätten sie sich nicht die Mühe ge-
nommen, die Wirklichkeit zu untersuchen, und es
also auf Treu und Glauben für wahr angenom-
men. Durch dergleichen willkührlich angenom-
mene Sähe kann man alles, was man will, weg-
räfonniren. Ueberhaupt, wenn Freret gegen ver-
nünftige Christen zu fechten glaubt, so thut er in
diesem und dem folgendenKapitel nichts alöLuft-
sireiche. Denn diese bauen die Wahrheit ihrer
Religion nicht auf die Wunder, welche die ersten
Christen sollen gethan haben, sie sind von der
christlichen Religion, selbst ohne die Wunder,
die Jesus verrichtet, zum Beweise zu brauchen.
Überzeugt, sie glauben aber diese Wunder, wie
jede andre Thatsache, um des Zeugnisses dec
Evangelisten willen. Für sie ist von äußern Be-
weisen, die gänzliche Aufhebung des Iudenthumö
in seinen wesentlichsten Stücken, gerade zu der
Zeit, da das Christenthum seinen Ansang genom-
men hatte, die wunderbare Zerstreuung diesi'6
Volks aus seinem Lande, und von dem Sih sei-
ner Religion, dergleichen keinem andern Volke
wiederfahren, die eben so wunderbare Erhaltung
dessel-
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