Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 24
DOI Heft: DOI Artikel: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1779/0034
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
'24 Herings histor. Nachricht vom Anfänge
Hatte, drang man mit vieler Heftigkeit auf die
Unterschreibung derselben und man setzte diejeni-
gen Prediger ab, die sich weigerten, dieselbe au-
zunehmen. Die Bücher der Reformieren durf-
ten weder gedruckt, noch verkauft werden. Der
Churfürst Joachim der ll. sein Bruder Markgraf
Hanö, welcher damals die Neumark besaß, und
der Churfürst Johann Georg waren sehr gegen
die Reformieren eingenommen und wollten sie in
ihrem Lande nicht dulden. Der Churf. Joachim
Friedrich hatte zwar etwas gelindere Gesinnun-
gen gegen dieselben; er mußte sie aber wegen
der Landstände und wegen des ausgestellten Re-
verses sehr verbergen. Joh. Sigismund mußte,
da er noch nicht Churprinz war, durch einen sol-
chen Revers und hernach durch neue sich verbin-
den, daß er bey der Formula Concordiä bleiben
und in Religionsfachen keine Veränderung, die
dagegen wäre, vornehmen wolle. In Preussen
waren die Umstände für die Reformieren nicht
günstiger. Gleich nach der Reformation harten
einige von ihnen aus den Niederlanden sich da-
hin gewandt; sie mußten aber, nachdem der Her-
zog Albrecht ihrentwegen Lutherum um Rath ge-
fragt und derselbe sie für verkehrte Keßer, die
man nicht dulden konnte, erklärt hatte, wieder
das Land räumen. Dieser Verfolgung unerach-
> ' ret
loading ...