Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 26
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26 Herings histor. Nachricht vom Anfänge
der Preußischen Stände im Jahr 1612 eine Ver-
ordnung bekannt, nach welcher die Zwinglianer,
Calvinisten, gleich den Wiedertäufern, Arianern
und andern solchen Secten in Preussen nicht soll-
ten geduldet werden. Durch dieselbe wurde der
Churfürst Ioh. Sigismund gehindert, daß er
anfangs nichts zum Vortheil der Reformirren in
Preussen thun konnte.
Kap. n. Von der Religionsänderung des
Churfürsten Ioh. Sigismunds. Es wurde die-
ser Churfürst zu Halle, wo fein Vater als Admi-
nistrator von Magdeburg residirte, den itzten
Novembr. 1^72 gebohren. In seiner ersten
Jugend nahm ihn fein Großvater, Johann Georg,
zu sich nach Berlin und sorgte für seine Erziehung,
hernach aber hielt er sich wieder bey seinem Vater
auf. In seinem i6ten Jahre schickte man ihn
nebst seinem Bruder, Johann Georg, nach Straß-
burg auf die Universität. Sein Hofmeister war
Johann von Müncherohde rmd sein Präceptor
M. George Teutzsch. Zum Lehrer in der Reli-
gion hatte er den D. Simon Gedicke, der da-
mals Hofprediger zu Halle war, und hernach
Dom-Probst in Berlin wurde. Dieser Mann
scheinet durch feinen übertriebenen Eifer in Neli-
gionsfachen vieles dazu beygetragen zu haben,
daß der junge Prinz gegen dasjenige, was er ihm
von
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