Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 44
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44 Herings histor. Nachricht vom Anfänge
Hofprediger und Professor in Königsberg , ihr
ärgster und geschäftigster Feind, welcher nebst ei:
nigen andern verschiedene Schriften gegen die
Reformieren herausgab. Der Churfürst schickte
ein Manifest nach Preussen, darinn er denStän-
den von seinem reformieren Glaubenöbekenntniß
Nachricht gab und das Schelten und Schmähen
auf die Reformieren verborh; zugleich aber vor-
stellte : daß er und die Reformieren in seinem
Lande sich zur augsburgischen Conseßion nach wie
vor bekenneten, und daß er die Lutheraner nicht
weniger, als die Reformirren, bey ihrer freyen
Religionsübung schützen wolle. Es scheinet auch,
daß er dieser Sache wegen an den König und die
Republik Pohlen geschrieben habe. Der Chur-
fürst reifete bald darauf selbst nach Preussen und
suchte insonderheit den unruhigen Behm zu ge-
winnen, seine Bemühung aber war in diesem
Stück vergebens. In Gegenwart des Churfür-
sten wurde den 2Oten Ocrober 1616 in seinem
Gemach zuerst in Königsberg nach derReformir-
len Art der Gottesdienst gehalten; hernach ge-
schah dieses auf dem grossen Saale des Schlosses.
Im folgenden Jahre gieng hier auch am ersten
Ostertage der Churfürst nebst vielen anwesenden
Reformieren zur Communion, worüber Behm
den zweyten Ostertag in der Schloßkirche auf der
Kanzel
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