Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 83
DOI Heft: DOI Artikel: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1779/0093
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
einer freyern theologischen Lehrart. 8z
und alle Völker, wenn sie auch keine Christen
waren, von ihr überzeugt seyn könnten. Man
könnte fteylich in gewisser Rücksicht sagen, daß
Christus in seinen Vorträgen dies Dogma in ein
helleres Licht gesetzt, und mit bündigem, d. i.
mit solchen Beweisen versehen habe, die geradezu
aus dem gemeinen Leben, und auö den einzelnen
Austritten desselben hergenommen sind; und dies
scheint der Hr. D. Seniler auch im Sinne ge-
habt zu haben. Daß er §. iOi die gemeine
Lehre der theologischen Schule vorträgt, welche
gewiß nicht die beste ist, kann man ihm nicht ver-
argen, da manniglich bekannt ist, wie vielen und
zwar sehr heftigen und unchristlichen Verfolgun-
gen dieser würdige Mann von je her ist ausge-
setzt gewesen. Es ist ein Hauptfehler, daß man,
so wie überhaupt bey den göttlichen Eigenschaften
und Rathschlüssen, besonders bey seiner Vorse-
hung, die einzelnen Aktus derselben (so wie sie
uns einzeln dünken) gar zu sehr trennt. In
Gott ist nichts, was auf einander und als einzeln
folgen sollte. Alles ist auf einmal, gleichwir-
kend, und zu einem Hauptendzweck hinsührend
und zusammenstimmend. Hiernächst, nach der
gemeinen Lehre, was für Vertheilungen der
besondern Geschäfte der Vorsehung ! Alle drey
Personen sollen wirksam seyn. Auch Christus
F r sogar
loading ...