Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 86
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86 D. Semlers Versuch
höchstgegründete Ordnung Gottes zu ihrem
Nachtheil überschritten haben, Gott also nicht
der wirkliche Urheber davon sey. Daß er viel-
mehr alles angewandt habe, und immer noch
anwende, den Anwachs der Laster unter den
Menschen zu hindern, in mancherlei) aber stets
gewisser Aufsicht über den Menschen.
S. Zs4 erklärt sich Hr. Semler über ver-
schiedene Fragen, woran aber die Neugierde mehr
Theil hat, als der wirkliche Wunsch, sich über
Wahrheit und Gewisbeit zu unterrichten. Z.
B. die: Wie lange lebten wohl die ersten Men-
schen ohne Sünde? und noch andre mehr füllen
gleich weg, so bald man einen uneigentlichen Sinn
der mosaischen Erzählung vom Falle annimmt.
Wichtig sind die Abhandlungen von der Erb-
sünde, und von der Fortpflanzung derselben und
Zurechnung der ersten Sünde Adams, §. ios.
ro6. Recensent hat sich an der gemeinen Lehre
von jeher belustiget, weil sie in der That, wenn
man sie so verbotene annehmen wollte, wie sie
in den Kompendien steht, Stof zu allerlei) mun-
tern Betrachtungen giebt. Besonders fallen die
Abtheilnngen des Verderbens, in Ansehung der
besonder» Kräfte und Theile des Menschen, in
die Augen. Die ganze Natur des Menschen soll
verdorben seyn, I) in Ansehung der Seele,
i) des
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