Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 254
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KL4 krieüley'8 Vi8ciu;5ition8
schäften und Handlungen vorausseße. L) Daß
sie einen freyen Willen, im philosophischen
Verstände des Worts, oder das Vermögen, ver-
schiedenerley Handlungen zu thun, wo die vorläu-
sigen Umstände die nämlichen bleiben, — nicht
vorausfehe; und z) daß die nothwendigen Eigen-
schäften Gottes, oder seine unendliche Macht und
Erkenntniß, alle Möglichkeit eines freyen Willens
—- nach dem philosophischen Sinn des Worts—-
ausschliessen.
Es war unserm Vers, auch in diesem Falle
nicht genug, seine Meynungen vorzutkagen und
zu vertheidigen, sondern er bemühete sich auch,
die gegenseitigen zu widerlegen, und griff in einem
eignen Buch drey berühmte und beliebte Män-
ner, die er mit einer, einem Engländer allein recht
fühlbaren Verächtlichkeit, die Schottischen Phi-
losophen nennt, mit Stolz und vieler Empfind-
lichkeit an. Diese waren D. Beattie, dessen
vortrefiicheö Buch von der Unveränderlichkeit
der Wahrheit nicht nur in England einen so
großen Beyfall erhielt, daß es nur kürzlich, nach
mehrmaligem Druck in Octav, aufs neue prächtig
in Quart aufgelegt werden mußte, sondern auch,
wie die geheime Geschichte sagt, einen Hume
selbst, den es so siegreich widerlegt, so sehr aus
seiner Fassung brachte, daß er bis an sein Ende
den
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