Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 257
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Geist — Begriffe von einer immaterialifchen
Substanz nach der Erklärung der heutigen Me-
taphysiker — sind blos neue Erfindungen ( S.
s2), der gemeine Mann weiß noch bis auf den
heutigen Tag davon nicht das geringste. Denn
der stellt sich, so wie man es von Anfang her ge-
than hat, einen Geist, als eine Art von verdün-
neten lustigen Wesen vor, das nur von etwas
feinerer Natur ist, als grobe Körper; das eine
Schwere hat und beym Andringen Widerstand
thut und verschiedene Gestalten annehmen kann,
wie es auch die Jünger glaubten. Die alten
Philosophen hatten ebenfalls ganz andre Vorstel-
lungen von einem Geiste, als die heutigen sich
machen, und dachten an nichts weniger dabey, als
an ein unsichtbares Wesen, oder an das, was
man heut zu Tage denkt: eine immaterialische
Substanz, die weder Ausdehnung in die Länge,
Breite und Dicke hat, noch einen Raum ein-
nimmt, noch eine Trägheitskraft besitzt, wie die
Materie. Man muß nicht glauben, als ob
darum D. Priestley, ob er gleich nur Materie
glaubt, ein Materialist in dem Verstände des
Wortes sey, den man sonst damit verknüpft. Es
kommt auf die Erklärung der Materie an, und
ob man gleich nicht sagen kann, daß diese bey dem
Verf. an sich neu sey, so ist sie es doch in dem
Theol.Libl.^7/.B. R Um-
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