Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 270
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nichts für den Materialismus folgen. Auf diese
und andre Beweise hin wird nun zuversichtlich ge-
schloffen, die Seele sey mit dem Leibe einerlei), sey
Materie, sterbe züglich mit dem Körper, und habe
keine andre Hoffnung wieder zu leben- als durch
die Verheißung, die uns Gott durch Christum
von einer zukünftigen Auferstehung gegeben und
bestätiget hat.
Im fünften Abschnitt (S. 41 ft) wird von
der Nutzbarkeit geredet, den diese Lehre von einer
materiellen Seele habe. Die gegenseitige habe
viele unnütze Untersuchungen über die Praexistenz
der Seelen, über ihren Zustand nach dem Tode
des Leibes, über ihren Ursprung- veranlasset und
zu vielen Irrthümern von der Praexistenz der
Seele Christi, von seiner ewigen Gleichheit mit
Gott u. s. w. den Grund geleget. Bey dem Ma-
terialismus falle das alles weg. Man brauche
sich nicht über den Zustand der Seele vor des
Menschen Geburt, ihren Ursprung ihre Verei-
nigungszeit mit dem Leibe u. ft ft die Köpfe zu
zerbrechen. Die Vermögen des Körpers und des
Verstandes sind allesamt Wirkungen und Ereig-
nisse Einer und derselben Substanz, sie entsprin-
gen, wachsen, reifen und nehmen zu gleicher Zeit
Mik einander ab, und das ganze Gebäude fällt im
Tode auseinander, bis Gott am Auferstehungs-
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