Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 273
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deren Wesen gemein habe, z. B. nicht in einem
Raume seyn könne. Uebrigens meint er, sey es
für uns genug, von dem Daseyn einer ersten
Ursache überzeugt zu seyn - und sie aus ihren
Wirkungen zu erkennen. Wenn die h. Schrift
Gott einen Geist nenne, so verstehe sie darunter
nur dieß: daß er eine unsichtbare Macht sey:
denn als Geist im gewöhnlichen Sinn könnte er
ja auf Materie nicht wirken- könnte nicht alles in
allem erfüllen und auch nicht allenthalben seyn,
sondern müßte vielmehr nirgend seyn. Wär es
unumgänglich nöthig, Gottes geistiges Wesen
zu glauben, so würde die heil. Schrift es deutlich
gelehrt haben. Dagegen fey sie voller Ausdrücke,
die das Gegentheil fagen. Gott rede, rufe, lasse
eine vernehmliche Stimme hören, (das alles
scheint im Ernst der Vers. eigentlich zu verstehen!)
er erscheine zum öftern in einem Feuer, in einer
Wolke oder sonst örtlich in einem Raum einger
schlossen; ihm würden Gesicht, Hande u.s.w.
beygelegt. Wenn er ja unsichtbar genannt werde,
so geschehe das nicht darum, weilerimMaterialisch
sey- sondern seines Glanzes wegen. Wenn
Christus ihn Geist nenne Ioh. 4-24, so gehe
das nicht auf feine Immaterialitat, sondern blos
auf feinen Verstand und feine sittliche Volikorm
menheiten; daher einige Kirchenväter gerade aus
The-l,Bibl.XZ/°B. S dier
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