Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 278
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liche Zusäße verderbten Offenbahrung seyn; als
Hr. Pr. folgert: daß Jndostan das wahre Va-
terland der ächten orientalischen Philosophie über
die Seele sey, daß ohne allen Zweifel die Grie-
chen ihre gerühmte Weisheit aus dieser Quelle
geschöpft, und daß die Christen daher den ersten
Anstrich genommen, den sie ihren testieren Grund-
sätzen gegeben haben. Im zweyten Abschnitt
wird aus eben dieser Quelle die Philosophie der
Perser und Chaldäer, so viel man davon weiß,
erläutert. Im dritten wird eben dasselbe von
derjenigen Philosophie der Griechen behauptet,
welche lehrte, daß die Seele unsterblich und vor
dem Leben des Leibes schon da gewesen sey, so
wie sie eö nach dem Tode seyn würde« Hr. Pr.
will, daß des Plato Philosophie, mit weniger
Veränderung, die morgenländische selbst gewe-
sen. Der vierte Abschnitt ist überschrieben: "Von
der Vermischung der orientalischen und griechi-
schen Philosophie mit dem Christentum." Die
Meynung ist: daß die orientalische Philosophie
unter den ersten Christen so vielen Eingang ge-
funden, weil sie fo sehr geschickt war, den An-
stoß zu heben, den man theils an dem Glauben
an einen Gekreutzigten, theils an der Lehre von
der Auferstehung der Todten fand; den ersten
dadurch, daß man fagte, der sey nicht wirk-
lich
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