Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 281
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In dem sechsten Abschnitt nimmt der Vers,
anfänglich mit einer Zuverläßigkeit an, von der
ich nicht weiß, wo er sie her hat, daß die Nazar
räcv nicht nur Christum für einen bloßen Men-
sehen gehalten, sondern auch vor denen Ketzern da
gewesen sind, welche ihm die Menschheit abspra-
chen, und schließt aus diesem (historisch unerweis-
lichen Satz), daß die ersteren die Wahrheit ge-
lehrt haben müssen, die letztem aber nicht, weil
Johannes diese, nie aber jene bestreitet, weil er
gar ebenfalls ganz nach dem Sinne der ersteren
redet,und weil die übrigen Apostel auch von Christo
nur als von einem Menschen sprechen. Ferner
wird erinnert, daß die Juden in ihrem MeßiaS
nur einen von Menschen gebohrnen Menschen
erwarteten, wie ihn auch die Propheten verheißen
und vorgestellt haben daß nirgend in der
heiligen Schrift sich eine ausdrückliche Erklärung
vom Gegentheil finde, und daß der Herr selbst
sage: er könne für sich nichts thun, habe von sich
keine Gewalt u. s. w. — daß bey der umstände
lichen Erzählung von der wunderbaren Geburt
Jesu, des weit wichtigeren Umstandes seiner
Ueberkommung eines überhimmlischen Geistes
mit keinem Worte gedacht werde — daß die heil»
Schrift ausdrücklich alle seine empfangene Würde
nur als Lohn seiner irdischen Leiden vorstelle
S s daß
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