Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 291
DOI Heft: DOI Artikel: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1779/0301
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
291

der heutigen Christen.
hiervon etwas weniges ausheben. Gleich anfangs
klagt der Verf. über die gar zu große Ausführ-
lichkeit des gewöhnlichen Religionsunterrichts,
in welchen man die ganze kunstmäßige Theologie
hineinzieht, und dadurch die Seelen der Menschen
mit Wörtern und Sachen, die sie nicht verstehen
können, überladet und plagt. Vortrestich ist die
Stelle S. ZZl: "Die menschliche Weisheit, die
"sich öfters unterwindet, die göttliche Weisheit
"zu rechtfertigen, hat über die simpeln, lichtvollen,
" klaren und deutlichen Lehren des Evangeliums,
"wie sie von Jesu und seinen Aposteln sind vor-
"getragen worden, einen so dicken Schleyer ge-
worfen, sie in eine so heilige Dunkelheit verhüllt,
"und ein so schaudervolles Gehege um sie herum
" gezogen, daß sie ein sehr düsteres, unbegreifliches
"und geheimnißvolleö Ansehen erlangt haben,
"und cs den Mehresten schwer und bedenklich
"fallt, jenen wieder von ihnen wegzunehmen, sie
"aus der Nacht, in welcher sie versteckt liegen,
"wieder herauözuziehn und das letztere zu zer-
brechen, und sie in ihrer ursprünglichen Klar-
"heit, lichtvollen Deutlichkeit, erfreulichen Rei-
"nigkeit und göttlichen Heiterkeit zu erblicken rc.^
Hundertmal ist das schon gesagt und tausend-und
mehrmal wirds noch gesagt werden müssen, ehe
mans faßt, glaubt, beherzigt und sich in der Lehr-
T L metho-
loading ...