Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 314
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Zl4 Behns Vertheidigungder Wahrheiten
jedoch nicht lüft, uns in die Streitigkeiten der
verschiedenen Partheyen einzulassen; und wollen
daher blos des Vers. Meynung so kurz als mög-
lich anführen. §. 9. S. 447 heißt es: " Ohne
"unabhängige angebohrne Grundtriebe" diese
hat der Vers, in den vorhergehenden Abteilun-
gen bewiesen und erklärt "würde sich kein mora-
"lischeö Gefühl denken lassen. Sind jene in der
"Seele: so müssen zwischen unfern moralischen
"Handlungen, zwischen unfern Absichten und je-
"nen Grundtrieben Harmonie oderDisharmonie
''statt haben können. Die erfte bestimmet die
"Befriedigung der erregten Grundtriebe durch
"Anwendung unsrer Freyheit. Bey der Dis-
harmonie befindet sich das Gegenrheil. Mit
"der bemerkten Befriedigung derselben wird durch
"die innere Natur der Seele eine angenehme
" Empfindung verbunden. Bleiben die erregten
"Grundtriebe nicht blos unbefriedigt, sondern
"ift auch wirklich Disharmonie da: so entsteht
"von selbft die natürliche Folge dieser Disharmo-
nie, oder eine unangenehme Empfindung. Diese
"Empfindung können wir ein Gefühl der Seele
"nennen" wie wahr, wenns mit dem vorherge-
henden feine Richtigkeit hat! "Es ift mit der be-
"merkten Harmonie oderDisharmonie zwischen
"unfern freyen Handlungen und den unabhängi-
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