Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 338
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zz8 Kürzere Anzeigen,
habe. Nach dem Urtheil des Recenfenten, be-
ziehet sich das nicht auf eine Stelle
des neuen, sondern des alten Testaments. Denn
der jüdischgesinnte Gegner des Ignatius sagt: er
wolle dem Evaugelio nicht glauben, wenn er die
Lehre desselben nicht in den Schriften des alten
Testaments fände. Wenn nun Ignatius hierauf
antwortet: es steht geschrieben, so scheinet der
Zusammenhang der Rede es zu erfodern, daß
derselbe mit dem Wort anzeigen wol¬
le, es komme vieles in den Schriften des alten
Testaments von Christo vor; aber alsdann kann
das in der Antwort des Gegners nicht
die Bedeutung haben, die ihm hier beygeleget
wird, sondern es heißt: es ist zweifelhaft, ob
sich dergleichen im alten Testament stnde, eben
darüber werde gestritten. Es war auch nicht die
Frage, ob das alte Testament eher gewesen sey,
als das neue, denn das konnte Ignatius nicht
leugnen, sondern ob das neue Testament mit dem
alten übereinstimme. In dem folgenden sagt
deswegen Ignatius: kropketX ZttnuMmrunr
eum; evanAelium vero perkeäio elk incor-
ruptionis. Nach der oben angezeigten Verbin-
dung hak Gerhard de Mastricht im Eanone 8cri-
pturn kacrse ecclelialkico den Sinn dieser Stelle
wohl am besten getroffen, wenn er dieselbe nach
der
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