Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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Ze T6iüorübu8 textus oriAMLiiL ?Lr81. 9
yegen des Herrn Wort abzogen und denen gleich-
wohl der größere Theil anhieng? Mir däucht,
so lange die Juden noch einen eigenen Staat aus-
machten, oder wenigstens den Schein davon hat-
ten, könne man eine solche kritische Beschäftigung,
in Vergleichung der verschiedenen Abschriften des
Textes, historisch nicht darthun. — Aber es sey
nun auch diese Collation zu Stande gekommen,
wenn sie gewollt, wer bürgt uns dafür, daß uns
nun diefe Nabbinen einen richtigen Text geliefert?
Um hierüber richtig urtheilen zu können, müßten
wir ja, wenn wir auch ihre Treue und Geschick-
lichkeit vorausseßen wollten, doch etwas von der
Anzahl und Beschaffenheit ihrer Handschriften
wissen, und von den Regeln, wonach sie dieselben
und ihren Rang und Vorzüglichkeit gewürdiget
haben; und hier muß uns das doch in der That
etwas mißtrauisch gegen sie machen, daß sie ja
so oft die offenbar fehlerhafte seseart doch in dem
Text gelassen, und die unstreitig richtige nur an
den Rand gezeichnet haben. Indeß, ob ich gleich
die masorethische Arbeit nicht für etwas so vor-
zügliches ansehen kann, daß nun alle fernere Be-
mühungen zur Berichtigung des Textes ganz un-
uötbig und vergeblich seyn sollten; so bin ich doch
auch keiner von denen, die ihre Arbeit so ganz
verachten und ihre Bemühungen lächerlich zu
A s machen
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