Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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hon Carl Friedrich Cracket. 5Z

es denn weiter keiner historischen Kritik bedarf,
so finden wir in Ansehung der andern nichts wei^
ter festgesetzt, als daß einige schwache Gründe,
womit von einigen ihr Alter hat bestimmt werden
sollen, vollends umgeworfen worden find. Z. E.
Joel, auf den es hier hauptsächlich ankommt,
könne nicht für einen Zeitgenossen des Hoseas und
Amos und des Königs JerobeamS gehalten wer-
den, sondern müsse später gelebt haben. Frägt
man nun aber: "Wann hat er denn gelebt? so
antwortet Hr. Cr. S. i6: "das weiß ich nicht!"
das heißt denn doch wohl nicht mit historischer
Kritik festsehen. Und was nachher aus der Ähn-
lichkeit, die zwischen Joels und Zephaniä Weissa-
gungen fich findet, geschlossen wird, daß Joel em
Zeitgenosse des Zephania sey, und also unter dem
JofiaS gelebt haben müsse; — das kann doch
wohl nicht historische Kritik genannt werden, son-
dern, wenn wir hier auch nicht darauf dringen
wollen, daß vielleicht der eine des andern Weis-
sagungen vor fich gehabt haben möge, höchstens
nur eine starke Vermuthung. Und so scheint Hr.
Cramer eö auch selbst zu gestehen, S. 20: ' das
" heißt lange genug sich ben dem Zeitalter eines
"Propheten verweilt, um weiter nichts heraus-
"zubringen, als daß fich nicht viel davon heraus-
''bringen läßt."- Aber, warum ward denn vorher
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