Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

Seite: 68
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68 Die Auferstehungsgeschichte Jesu
und vereiniget sie in den bemerkten iv Verschie-
denheiten in ihren Nachrichten. In der fünften
werden die io Widersprüche, welche der Unge-
nannte gefunden hat, nach der Meynung des Verf.
gehoben; und in der sechsten wird die Auferste-
hung Jesu nach dogmatischen Gründen erwiesen.
Die Einwendungen wider die Soldatenwache
bey dem Grabe Christi, die von dem Ungenannten
im Fragment mit vielem Schein in ihrer nur
möglichen Stärke vorgetragen sind, hat der Hr.
Vers, gewiß sehr gut und hinlänglich beantwor-
tet, worzu er denn freylich schon viel vorgearbeitet
fand. Wir wollen zur Probe hier nur eins und
das andere anführen. Der Ungenannte hatte
geschlossen, die gerichtlich bestätigte Aussage der
römischen Wache mußte von den Aposteln noth-
wcndig gesucht oder gebraucht werden; denn sie
war der einzige kräftige Beweisgrund für die
Auferstehung Jesu bey Juden und Heyden; wenn
man also zeigen könne, daß dieses nicht geschehen
fen, so fey auch die ganze Erzählung des Matthäus
falsch und erdichtet. Darauf wird nun sehr richtig
geantwortet, daß man aus dem Stillschweigen
der Evangelisten nie schließen könne, daß eine
Sache nicht geschehen sey. Es fey also auch wohl
möglich, daß die Apostel oberwähntes Attestat
gesucht, und zur Bestätigung der Wahrheit, daß
Jesus
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