Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

Seite: 102
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IQ2 ^omxienäium D^eol. mor.
sten Gabe, die wir von Gott empfangen haben,
nicht der Vorsehung gehörig traue, und sich sehr
schwer nicht nur an sich selbst, sondern auch an
andern versündige (dieser lehte Grund scheint dem
Rec. der stärkste zu seyn für ein empfindungvolles
Herz). Dabey wird nun aber ein sehr richtiger
Unterschied gemacht zwischen denen, die in einer
heftigen Gemüthöbewegung Hand an sich selbst
legen, und zwischen denen, die recht absichtlich
und mit kaltem Blute, um geringer Ursachen
willen, sich das L.eben nehmen. Die ersteren
sind freylich mehr zu bedauren als zu verdammen.
Uebrigens sind die Schriftstellen, womit die
einzelnen Pflichten bewiesen werden, größtem
theils sehr gut gewählt, und wir haben manche
darunter gefunden, die eben nicht gewöhnlicher
Weife angeführt werden. Auch ist eö ein großer
Vorzug dieses Compendiums der Moral, daß
die nützlichsten und besten Schriften bey jeder Ge-
legenheit angeführt sind, und manches mit schö-
nen Stellen aus den alten Auctoren sehr gut er-
läutert wird, was man nicht leicht in theologi-
schen Compendiis findet. Es ist wohl nicht daran
zu zweifeln, daß der Hr. Prof, durch dies Buch,
sonderlich bey seinen Zuhörern viel Nüßen stiften
werde, was wir auch von ganzem Herzen wünschen.
Hm.

Vll.
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