Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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n6 Oschwalvs Anleitung
Verf. durch eine seltsame Parabel: in welcher
er den Cicero von den Todten ausftehen, nach
Rom reisen, und sich bey einem Christen eingnar-
tircn läßt, der einen elenden Versuch macht, ihn
zum Christen zu machen. Cicero will aber nichts
davon hören, sondern bestehl darauf, nach Rom
zu reisen, und den Pabst wegzujagen. Daraus
zieht der Verf. den Schluß: daß man dem Con-
su! die Bibel nicht zu lesen geben müsse. Unter
vielen andern schlechten Sachen ist auch die Stelle
i Cor. 2, 14 gmz erbärmlich erklärt:
soll überhaupt der natürliche Mensch,
und 7-« 7-L HeL die übernatürlichen
Geheimnisse seyn. Wenn der Verf. den
rr-ss kennen lernen, und die Wahrheit
des apostolischen Ausspruchs erfahren will, so darf
er nur in die Wachstube, in das Innungshauß
der Handwerköpursche, oder in eine mit Studen-
ten angefüllte Dorffchenke gehn, und da Mäßig--
keir, Enthaltsamkeit, Rücksicht auf das zukünftige
Leben und Bezähmung der Begierden predigen,
und man wird ihn, wenn er gleich kein Geheim-
niß mir einmischt, verlachen. Ein Mensch muß
geistlich gesinrret seyn, das heißt, nicht ein bloß
thierischeS Glück, durch die Befriedigung seiner
sinnlichen Begierden suchen, wenn er den Werth
solcher Vorstellungen gehörig schätzen soll. Allein,

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