Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

Seite: 136
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rz6 Döderleins theolog. Abhandlungen
Der Verf. kommt weiter auf den Verstand
und die Erkennmiß Gottes; und damit er nicht
zu bald zum Ziel kommen möge, so wird auf vier-
tehalb Bogen ein Diskurs eingeschaltet, worirm
bewiesen werden soll, daß die Materie nicht den-
ken könne. Es ist unbeschreiblich, was für eine
Menge Luftstreiche hier gemacht werden; der
Verf. beweist von Wachs, Stahl und Eisen, daß
es nicht denken könne, und schließt nun auf die
Seele, ? Huali8 ? c^uantg? wird ihm jeder
vernünftige Materialist zurufen, der die Seele
für keinen mathematischen Punkt, aber auch für
keinen Körper halt; dessen triftigste Beweise hier
gar nicht berührt sind. Herr Döderlein möchte
auch wohl schwerlich der Mann seyn, der fähig
wäre, das viele wichtige und scheinbare, was der
feinere Materialismus für sich hat, wegzuraumen
und die Schwierigkeiten zu heben, welche das ent-
gegen gesehte System mit sich bringt: Schwierig-
keiten, die selbst einen Leibmtz in dieNothwendig-
keit feßten, die an sich widersinnige und jeht schon
ziemlich allgemein verworfene Hypothese, von der
vorherbestimmten Uebcreinstimmung zu erfinden;
die aber dennoch des großen Mannes in so ferne
immer würdig ist, weil, wenn ja durchaus ange-
nommen werden soll, daß die Seele im mathema-
tischen Sinn einfach sey, und keine Theile außer
Thei-
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