Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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über das Universum» 19z
ausmachen. Eigene Existenz, dadurch versteht
der Hr. V. die von auswärtiger Einwirkung um
abhängige Folge wirklich entwickelter Kräfte;
Ihre Laufbahn ist Zeit. Coexistenz mit andern
Wesen — ist Einwirkung oder Folge des Mitt
daseyns anderer Wesen. Und diese ist es, die
die Schöpfung zu einem Ganzen zusammen-
knüpft: Ihre Laufbahn ist der Raum.
Unter der Rubrik: eigene Existenz, führt
der V. das allgemeine Gesetz an, "daß jedes Ln-
"dividuelle concreke Wesen so bleiben soll, wie es
"ist; seine lebenden Kräfte sollen fortleben, nicht
^'zu- nicht abnehmen- sollen sich selbst ähnlich
"bleiben." Dies wird nun im folgenden auf die
menschliche Natur angewendet, und da heißt es
S. 27: "Die Menschheit im Ganzen bleibt sich
"immer sechsten gleich. Gemisch von Tugend
"und Laster, von Vernunft und Thorheit! Wer
"der Grundursache dieser Widersprüche nachspü-
"ret; findet, daß die Stimme der Hoffart un-
" zerstörbar in der menschlichen Seele spricht, daß
"sie dem Menschen falschen Begriff von ihm selbst
"giebt, daß daher alle Vorurtheile, Leidenschaft
"ten, Lasier und Schandrhaten entspringen»
""Woher aber diese Quelle des moralischen Ne-
""bels? KonnteGott die Lüge derHoffart in die
""Natur der menschlichen Seele legen? Hier
Theor.Brd!^7//.B. N "schweigt
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