Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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244 D. Scmlers Beantwortung

kündig, ist von einem jüdischen Geschichtschreiber,
der alles mit angesehen, der selbst dabey imer-
eßirt gewesen, umständlich ausgeschrieben worden.
Und die Folgen dieser großen Catastrephe sind
noch sichtbar. Das alles Hal einer genau zuvor
verkündigt, den die Juden damals lästerten, zum
Theil noch lästern! Ferne sey es von uns Chri-
sten, des Unglücks und der Plagen dieser vor
allen andern ausgezeichneten Nation zu spotten!
Und sollten sie auch anfangen, mit dem, was uns
heilig ist, ein Gespürte zu treiben; so wollen wir
doch nicht Böses mit Bösem vergelten. Mitlei-
den und Uebe sind wir einem Volke schuldig, daS
unter allen seinen bescndcrn Schicksalen ein re-
dender Beweis von der Wahrheit der christlichen
Religion bleibt, wenn auch andre mit der Zeit
etwas von der ihnen bcygelcgten Kraft verlieren
sollten.
Dahin gehören gewisser maßen die Beweise
von Wundern und Weissagungen. Was Anon,
hierüber schreibt, ist lange bekannt gewesen, und
man hat auch lange darauf geantwortet. Frey-
lich haben die Wunder eine stärkere beweisende
Kraft für die, die sie ansehen. Diese können
auch von ihrer Wahrheit richtiger urtheilcn. Für
spätere Christen aber behalten sie doch noch immer
ihren guten Ruhen, wenn ihre historische Glaub-
wür-
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