Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

Seite: 347
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sonderlich kleinerer Schriften, 347
daß die Welt und die Luft von Dämonen und
Seelen oder Geistern erfüllet feyn. Weil man
aber doch von der Möglichkeit nicht gleich auf die
Wirklichkeit schliessen kann, so muß man noch aus
andern Gründen versichert feyn, daß etwas von
einenr bösen Geiste gewirket worden sey. Hier
nun will der Verf. den besten Beweis für seine
Meynung darinn finden, daß die h. Schrift ans-
drücklich bezeuget, eS habe der Teufel diese Kran-
ken geplaget. (Wenn sie aber bey der Beschreib
bung von diesen Krankheiten sich blos nach der
damaligen Meynung der Juden richtet, würde
dieses die Sache nicht auömachen). Von denje-
nigen, welche die Besitzungen für nichts mehr als
natürliche Krankheiten halten, urtherlet er, daß
sie durch eine solche Behauptung sich wenig Ehre
erworben hätten. Denn wie Dr. Hutchinson,
der gelehrte Herausgeber einiger Theile von
XenophonS Werken, in einer Predigt über diese
Materie bemerkt, "so haben PomponatiuS, Nani-
nus (Vaninus), HobbeS, Spinoza und insbe-
sondere Becker, miteinander profane und atheisti-
sche Schriftsteller, dieselbe Meynung geheget."
(Dies argumentum al) inviclia hergenommen,
wird heuriges Tages von solchen, denen es um
die reine Wahrheit zu thun ist, mit Recht gar
nicht geachtet.) Auf den Mede, den Dr. Mead
als
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