Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

Seite: 358
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1779a/0368
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Z58 Kürzere Anzeigen
neu; wenn gleich der Unbelehrte seine Beruhi-
gung dadurch geschwächt glauben dürfte, die
doch ihm auf die Zukunft nur hypothetisch ist;
so mag man sie als eine Aufgabe betrachten,
welche Gottesgelehrte in der Bestimmung des
Begriffs aufmerksam machen, aber auch Welt-
weise in dem Nachforschen der wahren göttli-
chen Vollkommenheiten aufwecken kann, indem
der Verfolg der Streitfrage in eine philosophi-
sche Meditation übergeht." Seine Gedanken
von der Rechtfertigung trägt er S. z? in die-
sen Worten vor: "Gott sieht den sich bekehren-
den und gläubigen Sünder, und der Glaube ist
die festgesetzte Ordnung, das Wohlgefallen sei-
ner Heiligkeit zu erlangen. Der Gläubige ge-
fällt daher Gott. Er erkennt ihn als einen sol-
chen für fromm, übersieht und vcrgiebt ihm als
einem selchen die Sünden, und schenkt ihm seine
Gnade. Mit diesem Zustande des Menschen ist
nun fceylich, nach den Rathschlüssen Gottes, die
ewige Seligkeit verknüpfet: aber die Zuerken-
nung derselben beruhet auf dem Vorhersehen
Gottes, daß der Mensch in diessm Zustande bleiben
oder nicht bleiben werde. Der Unendliche weiß
dieses gewiß; der Mensch kann sie gewiß hoffen,
ab>'r hypothetisch, oder unter der ihm bekannten
und auf Schrift und Vernunft gegründeten Be-
x drngung
loading ...