Allgemeine theologische Bibliothek — 13.1779 [VD18 90309928]

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sonderlich kleinerer Schriften. Z§9

dingung der Ausharrung. Die Rechtfertigung
in der Welt wird also im Allgemeinen das Wohl-
gefallen Gottes an dem sich bekehrenden und
gläubigen Sünder, oder die Handlung in Gott
seyn, da er den glaubiggewordenen Sünder um
des Verdienstes Christ! und seines Glaubens we-
gen in derjenigen Beschaffenheit erkennet, darinn
er, nach seinen Rathschlüssen und Verheissungen
seiner zeitlichen und ewigen Gnade theilhaftrg
werden kann. Diese Beschaffenheit, worum
wir Gott gefallen und seine Gnade besitzen, —
ist die Gerechtigkeit des Menschen vor Gott.
Diese Gerechtigkeit gilt vor ihm, in dieser sind
wir fromm vor ihm und erlangen die Erlassung
der begangenen Sünden, so daß wir, bey der
Beharrung, auch der ewigen Seligkeit theilhaft
tig werden. Denn hiezu wird Beständigkeit bis
an den Tod erfordert. Der Allwissende erkennt
diese vorher, und denkt in dem beständig Gläu-
bigen seine künftige Glückseligkeit und Freyheit
von allen Strafen mit: in dem gegenseitigen
Falle stellt sich seine Allwissenheit den künftigen
Rückfall und den Verlust der Gnade und der
ewigen Seligkeit vor." In der Hauptsache
stimmt zwar Hr. Schl, mit dem Hrn. D. über-
ein ; nur würde der letztere, wenn der gläubig-
gewordene nicht im Guten beharret, die ihm wi-
Z 4 derm
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