Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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dergleichen Bea'renrlichkeilen, und sagt anbey
mit Recht, des l'Eclufe sonst sauber gedruckte
Auflage sey ungetreu, und der Urkunde nicht
ähnlich. Auch hier läßt Herr B- S.4l. 42.,
wie er selbst gesteht, die Grausamkeiten der Li*
gisten ganz weg, weil sie Frankreich Unehre an-
thatcir. Ein eigener Geschichtschreiber, der
nichts von demjenigen anfzeichnen will, das sei*
ner Nation nicht zur Ehre gereicht! Die Gestalt
des Werks ist fteylich besonders. Vier Sekre-
tairs des Herrn von Sully sagen ihm seine gros-
sen Thaten vor, die er am besten weiß, und die
sie mehrentheils nur durch andere vernommen
hatten. Ludwigs XU. Lob, der in einer kriege-
rischen Regierung dennoch keine Schulden ge*
macht, keine neue Steuer aufgelegt, und die al-
ten vermindert hat- Die Steuern des noch um
einen Drittel engern Reiches betrugen doch, was
wirklich heut zu Tage Millionen heissen
würde: wenn man Ludwigs Einkünfte nach dem
damaligen Kornpreise zu Getreide anschlägk, und
dann dieses Getreide nach dem heutigen Preis
in Livres verwandelt. Die folgenden unglückli-
chen Regierungen. Die hohe Besoldung der
teutschen Geworbenen, wobey aber der Gulden
nicht zu 2 L- io. hatte müssen berechnet werden:
der Gulden war damals 2 Rthlr. werth, und
folglich 7. L- io. Franz I. übertriebenes Lob:
er sah auf das Angenehme, wie Ludwig XU.
auf das Nützliche. Im Jahr 1581. fand man,
daß in Zt Jahren das Volk 47)O,O0O,ooO.
dama-
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