Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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Religion sey bloß der Deckmantel desEhrgeitzes
der Gnisischen Fürsten, und der dawider errich-
teten Gegenwehre der Bourbonischen Prinzen
gewesen. Alles das unsägliche Elend, das
Frankreich von ts6o bis is94- ansstehen muß-
te, wareweggeblieben, wenn die Könige red-
lich gehandelt und die Protestanten geduldet hat-
ten- Eine Berechnung, wie wenig Ludwig XlV.
durch seine Eroberungen gewonnen habe. Sie
kosteten 8000 Millionen Pf. und trugen gewiß
nicht 160 Millionen ein, wenn sie auch nur
zwey im Hundert hatten einbringen sollen: das
Volk mußte über 12000 Millionen dafür bezahl
len. Der Königin Elisabeth glückliche und
glorreiche Regierung ohne Schulden, mit den
geringsten Austagen, so daß sie in sieben Jahren
bezog, was sonst in dren Jahren den Königen
eingieng, und auch diese Beysteuer schlug sie A.
1570 ab. Die Verschwörung in der Absicht,
Johanna von Navarra mit ihren Kindern (Hen-
rich IV. und Catharina) aufzuheben, und in die
Inquisition zu liefern. . Der Anschlag wurde
durch die Königin von Spanien, Elisabeth, die
Schwester Carls IX. entdeckt. Der Königin
Elisabeth Freygebigkeit gegen die Protestanten:
auf einmal r00000. Angelotten, und 60000.
Thlr. an die Stadt Rochelle. Brantome, der
Lobredner der Gnisischen Fürsten: ihre Verach-
tung des Salischen Gesetzes, und B. Abhand-
lung gegen dasselbe. Des Spanischen Hofes
abscheuliche Freude bey dec Nachricht von der
Mord-
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