Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 113
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Lebens fehlen laßet - wenn sie uns zur Gottselig.-
keit aufmniucrl? Von der Schönheit und dett
Vorcheilen der natürlichen Tugend gerühret,
wird man desto leichter zu den erhabner» Gesin-
nungen des Christen Übergehei, - je mehr man
siehe!, daß die göttlichen Vorschriften mit der
Vernunft und unsrer irrdischen Glückseligkeit nicht
im Widerspruch stehcm Es ist also ein Vorzug
dieses Buchs vor vielen seiner Art, welche die
Vernunft für zu niedrig halten, als daß sie in
dem Gefolge höherer Beweggründe mit erschei-
nen sollte. Die Absicht des Verfassers war, ein
allgemeines Erbaunngsbuch zu schreiben, sowot
für den edlen als nieder» Theil der Menschen.
Größtenkheils hat er seinen Wunsch erreicht.
Aber der Abstand zwischen beyden ist zu groß,
sonderlich in den Gegenden, wo sie nicht einerley
Mundart rede», und wo der Unterricht so schlecht
ist, daß der gemeine Mann kaum zur Hälfte den
mündliche» Vortrag seines Predigers versteht».
Für ihn gehört billig ein eignes Buch, das sich
zu seinen Begriffen mit aller möglichen Faßlich-
keit und Kürze hcrablässit. Nur kein Timiblarr-
wie TissotS Anleitung für den geringen Mann
führt / weil ihm viele in der Erkenntniß ähnlich
sind, die eine erniedrigende Benennung beleidi-
gen würde. Gleich in der ersten Betrachtung
finden wir einen ziemlich langen Sah, der ihm
Mühe machen oder vielmehr unverständlich blei-
ben wird, der aber doch gut in mehrere Saho
getheilt werden konnte : „ Wie gut ist es mir-
Erft. D« H einzu-
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