Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 135
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Lande HadelN/ ward unter zwey Personen ein
Ehevergleich errichtet/ vermöge dessen der
Mann/ wenn er die Frau überlebte/ einen ge-
wissen Theil ihres VermöaenS/ ucbst allen
in solchem ihrem Ehestande zugeworbe--»
Nen Gütern/ bekommen sollte. Die Frau
starb/ nachdem ihr vorher einige Erbschaften
Von ihren Verwandten zugefallen waren.
Ueber diese Erbschaften nun entstand ein Pro-
zeß zwischen dem Hinterbliebenen Mann und
den Erben seiner verstorbenen Frau / weil diese
sowohl/ als jener / Anspruch darauf machten.
Der Mann behauptete/ diese seiner Frau an-
heim gefallene Erbschaften waren unter den
im Ehevertrage erwähnten zugeworbnen
Gütern begriffen; er berief sich auf die in den
römischen Gesetzen so gewöhnlichen Ausdrücke/
eine Erbschaft erwerben/ durch Erb-
schaft erwerben. Die Erben seiner Frau
hingegen beriefen sich auf die Genauigkeit/ wo-
mit das Otterndorfer Stadkrecht mitgcgcb--
ncs Gut von angcstorbnem unterscheidet;
daher auch nach der Analogie angestorbnes
von zugeworbnem zu unterscheiden sey.
Aus diesem und aus andern Gründen sprach
der Rath zu Otterndorf für die Erben der ver-
storbnen Frau / und Mascov billigt diesen
Ausspruch.
Bey der Rede von dem Nutzen der soge-
nannten lffilioriJL Auoustze zu einem gründ
I 4 ' lichen
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