Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 149
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Bescheiden genug sagt zwar der Verfasser
in seiner Vorrede, er wollte seine Schrift für
nichts, als für ein Gefchenk angefehn wissen,
welches er Jünglingen überreiche, um sich mir
den darinn vorgetragenen Dingen irr kurzer
Zeit und ohne viele Kosten bekannt machen zu
können. Allein auch nicht einmal das kleine
Lob, ein Buch geliefert zu haben, über welches
sich bequem Vorlesungen halten ließen, kann
man ihm zusprechen. Er ist ein Mann ganz
und gar ohne Kopf, der zum Skribenten auch
nicht die allermindeste Anlage hat. Waren die
Grunzen, die ich mir vorzeichne, nicht zu einge-
schränkt, so w'ürd ich dies weitlauftigcr aus
Plan, Disposition und Ton des Ganzen bewei-
sen; da ich dies aber nicht kann, so begnüge ich
mich mit dieser allgemeinen Bemerkung. Seine
sogenannte Geschichte der hebräischen Sprache
und Litteralur ist im Grunde nichts anders als
ein Schwall von gelehrten Namen, aus dem
Jöcherschen gelehrten Lexico excerpirt und
in chronologische Ordnung gebracht; so daß
dieses Buch eigentlich nichts als eine Samm-
lung all derer Artikel ist, die im Jöcher die
Lebensumstände, berühmter und unberühmrer,
hebräischer Philologen betreffen. Hätte der
Verf. diese Bemühung nicht zur Base feines
Buchs gemacht, so Hütt' er immer etwas sehr
brauchbares liefern können. Nur mußte er diese
rohen Ercerpke, Geburtö, Todesjahr und Bus
cherkirel, nicht so ganz ungewaschen drucken
K Z lassen,
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