Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 159
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zen der Seele zu sehen scy, manches sagen ließe.
Ul. Abschn. Vom poetischen Genie — und dem
Unterschiede dichterischer Werke. — Von der
Fülle und Stärke der Gedanken. Hier kommen
gute Bemerkungen vor. V. Abschn. Vom En-
thusiasmus der Einbildungskraft. — S. Zi wird
behauptet, Ramler sollte unser einziger epischer
Dichter seyn. Welche Idee! Wie verunglückt!
Ramler selbst würde drüber lachlen. VI. Ab-
schn. Vom Enthusiasmus der Empfindungen,
oder der glühenden Begeisterung, und ihren
poetischen, lyrischen und tragischen Werken. —-
Viel gutes. Aber S. 128 heißt cs, es gebe ei-
nen forcirtcn, überspannten Grad der Empfin-
dung , welchen man der, Rlopstockrschcn nen-
nen solle! Wenn der Vers, noch gesagt hatte,
den G-theschcn. Und noch mehr! Zum Be-
weise des Satzes führt er eins der sanftesten,
mildesten Stücke, im süßesten Affekt gesungen:
„ Im FrühlingSschattcn fand ich sie " an, und
findet darinn forcirten Affekt. VH. Abschn.
Von der sanftglühenden Begeisterung in der niede-
ren Gattung der Ode. —- Richtig wird der
Witz aus solchen Werken verwiesen, aber un-
glücklich das Beyspiel aus dem vorigen Stück
von Klopstock gewählt. Ueberhaupr wer wird
denn von dem großen Manne, der doch länger
über Dichtkunst gedacht hat, als der Vcrf. gleich
ohne Umschweif sagen: Die einzige Stelle ver-
dirbt das ganze Stück?—- Vlll. Abschn. Vom
tragischen und stürmischen Enthusiasmus. —-
Die
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