Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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Die Überschrift ist unbequem, so wie die Ein-
rheilung in die stürmische, trunkne rind helj^e
Gluth. Aber dergleichen Verirrungen sind un-
vermeidlich, wenn man die Schönheit zu sehr
analysiren will. — Unter den Beyiprelerr zn die-
sem Abschnitt hätte vor allen Dingen Hermans
Schlacht nicht vergessen werden sollen, die der
Vers, gar nicht zu kennen scheint. IX. Von der
dityrambischen Begeisterung der pindarischen
Ode. Lesen sw ürdigc Anmerkungen und gute Bey-
spiele! X. Von der sapphiscben Glnth. — Hier
vermisi ich doch zu sehr die Bestimmthett; und
zweifle, ob ein Leser sich richtige Vorstellung da-
von wird machen können, was der Vers, key
der sapphischen Glurh, davon er so voll ist, eir
gentlich denkt. — Ueberhaupt scheint es, er
rreibe ein wewg mit der Sappho Abgöltercy:
Denn es will doch viel sagen, die beyden ganz
artigen Oden der Dichterin, beynah allem, was
)e gedichtet ist, vorzuziehen/ und für unerreich-
bar zu halten. Warlich Deutschland hat bessere
Stücke; aber wir vergöttern die Alten, und
wissen oft nicht, warum?
Wir müssen auch ein Wort von der hinten
angehängten Ucberseßung der Uebcrbleibscl der
Sappho sagen- Sre hat ein paar glückliche
Stellen, aber die meisten sind sehr mißrachne!
Ein paar z. B-
Wo ist der karakterisirende Ausdruck gleich
im Anfang: Vielleicht soll
das
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