Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 173
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drucke vor ihm selbst verschwunden wären,
sind nicht Gedanken oder Vorstel-
lungen abwesender Gegenstände , sondern
wirkliche Empsindrmgen gegenwärtiger und auf
unsre außre Sinne wirkender Gegenstände^
deren wir rrns bewußt sind: und so sind
(viba compnebenübüiZ,)
nicht begreifliche/ zuverläßige Begriffe,
(etwas, wobey wir uns nichis Bestimmtes
denken können,) sondern wirkliche von äußern
Gegenständen in unfern Sinnen erregte Ein-
drücke oder Empfindungen, die den Gegen-
ständen äusser uns aufs genaueste entsprechen,
uns mit allen ihren Eigenschaften bekannt ma-
chen, die endlich von keinem andern Gegen-
stände auf dieselbe Art könnten hervorgebracht
werden, und nichts in und neben sich haben,
weswegen man an ihrer Wahrheit zweifeln
könnte. Aus dem zweiten Theile, worinn
die Physik der Stoiker vorgelragen wird , hat
uns das dritte Hauptstück am meisten gefallen.
Hier redet der Verfasser von den Beweisen
für das Dafeyn Gottes und seiner Eigenschaf-
ten ganz nach Stoischem Sinn: doch können
wir die harren und aus bloßen Mißverständ-
nissen entspringenden Urtheile, die S. i8o.
r8r. 198-stehen, nicht billigen. Hätten die
Stoiker sich aller dieser Widersprüche, die Hr.
T. ihnen vorwirft, schuldig gemacht, würden
wohl die Skeptiker, und Akademiker, und
Cicero, undPlutarch ihnen so auffallendelstn-
gereimt-
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