Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 309
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Sechs Sonaten für das Clavicr, von D.
G.Türk. Halle.
Der Herr Verf. dieser Sonaren harre sich
schon vorher dem Publlkum durch Symphonien,
Kantaten, und andere Arbeiten, die seiner ge-
schmackvollen Komposition Ehre machen, rühm-
lichst bekannt gemacht. Er macht demselben da-
her durch diese Sonaken ein desto angenehmeres
Geschenk, je größer die Erwartung war, mit
der es ihnen entgegen sah. Und diese Erwar-
tung hat HcrrT. nicht nur erfüllt, sondern auch
übertroffen. Jeder Lrebhabcr, er mag das Er-
habne, das Traurige, das Leichte und Natürli-
che, das Schmelzende und Zärtliche, oder das
Scherzende und Angenehme lieben, sinder hier
Nahrung dre Fülle. Nur der wird seine Rech-
nung hier nicht finden, der gern mit rauschen-
dem Geklimper sein Instrument durchpaukt. Me-
lodie und Gesang har Herr T. vorzüglich in sei-
ner Gewalt, und dieses macht auch den Haupt-
charakter seiner Sonaten aus. Beynah hatten
wir vergessen, daß dieselben für das Clavier
sind, und daher auf diesem Instrumente, und,
wohl gemerkt, mit allen den Verzierungen, die
er angezeigt hat, ausgeführt werden müssen, wenn
man ihre ganze Schönheit empfinden will. An-
genehm muß es daher den Liebhabern seyn, wenn
wir ihnen sagen, daß sie auf Ostern abermal
sechs Sonaten zu erwarten haben, welche Herr
U z T- durch
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