Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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pflichtet, weniger nicht ass fünfzehn/ solcher
auserlesener Pferde zu halten. Einige Oerter
sind wegen der auserlesenen Zucht insbesondere
berühmt, und zuförderst Paulilatino. Diese
Pferde haben alle Vorzüge Sardinischer Pfer-
de/ und keinen der Fehler/ sind fünfthalb
Schuhe hoch / und überausdauerhaft/ fv/ daß
Man in go Stunden die 120 Meilen von Sas-
san bis Cagliari zurücklegr: sie sind daneben
von so guter Art, daß ein Kind sie leiten kann-
Der Estl ist hier sehr klein, und dennoch sehr
gebräuchlich/ zumal zum Wassertragen, da die
Einwohner keine Wasserleitungen unterhalten:
sie müssen auch mahlen/ da fast jedes Harrs
hier feine Pferdemühle hat. Maulesel har man
nicht: cs ist sogar verboten/ solche zu zieh»,
weil man lieber die Pferdezucht begünstigen
will. Die Hunde. Man hat in Sardinien
eine unansehnliche Art/ die aber zugleich eines
Haushunds/ eines Jagdhunds und eines Hir-
renhundes Stelle vertritt / und fowol wilde
Schweine / als Hasen jagt. Die Wuth sey
hier selten/ und in acht Jahren habe der Verf.
von keinem daher entstandenen Unglück gehört.
Die Ochsen sind zugleich klein und mager / und
der patriotische Verf. bedauert die Schwins
düng dieses nützlichen Thiers gar sehr: ein Ochs
wiege irr Sardinien Zso und eine Kuh 200Pf»
Die Kühe feyen dabei) so unfruchtbar, daß sie
nur alle zwey Jahre kalben, und geben nicht
Mehr als zwey Prnten schlechte Milch im Tage-
oder
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