Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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dem Stücken rst die Ähnlichkeit so groß, daß
der Vers, den Mufion für ein aus geartetes
zahmes Sckaaf ansieht. Er hat auch oft harte
Ballen im Magen. Mit dem Schaafe paart
sich der Mufion, und erzeugt ein Mittelthier,
Umbro, das aber nicht wie der Maulesel un-
fruchtbar ist, und mir einem Schaafe einen
andern, dem Schaafe nähern, Umbro gezeugt
hat. Der Unterschied des Schaafes und Mus-
tons ist nicht so gtoß, daß zufällige Ursachen
ihn nicht hätten bewirken können; selbst das
Schaaflamm lauft dem Weibchen des Mus-
tons nach, und sucht an ihm zu saugen; die
Stimme ist auch die nemliche, das Schaaf ist
aber sreylich das altere und zu allen Zeiten häu-
figere Thier, und vermuthlich die Stammmut-
ter beyder Arten. Die Kaninchen sind hier
gemein, und eine A» i?;6. auf die Insel St.
Pierro geführte Colonie, die Carlo forte ange-
legt hak, erwehrt sich mit Mühe der Menge
dieser Thiere. Sie sind doch allemal viel klei-
ner als die Hafen. Es giebt auch viele Füch-
se, da des Jahrs bis roooO Bälge auögeführk
werden: sie sind also ein nützliches Thier, (be-
sonders weil sie die Menge der Mäuse und Ha-
sen mindern.) Warum die Thiere in Sardi-
nien überhaupt kleiner seyn? Man ist geneigt,
es der Dürre znzufchreiben. Der Marder,
der hier nicht kleiner ist als in Frankreich. Die
Boccamiele, die nicht das gemeine Wiefelchen
ist, und eine eigene Art ansmachk, mit den
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