Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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anderer Körper, und die saure Gährung, wor-
aus kein Weingeist entsteht. Die gestige
Gährung erzeugt den 8pirir. ke<Ior, nicht,
daß er vorher nicht da gewesen sey, sondern
weil er in andere Bestandtheile verwickelt war.
So ist auch das Alcali nicht eine Geburt des
Feuers , es steckt als ein wahrer Bestandteil
in den trockenen geruchlosen Knochen. Die
Mineralien gähren nicht, weil ihre Luft sich
nicht loswickeln kann. Geistig gähren nur die
Körper, die neben dem süssen Safte auch äthe-
rischen brennbaren Geist und viele Luft verkör-
pert haben. Ist die Luft vorhanden, mangelt
aber das Süße und ätherischer Geist, wie bey
dem Zucker, der Milch u. s. f. so entsteht eine
saure Gährung ohne Geist. Die Umstände
der Gährung ausführlich: das Ferment, und
die Erscheinungen beym Gähren bis zum Er-
zeugen des Geistes, der Wein insbesondere,
das Bier, die Schädlichkeit der in einem Wein-
fasse enthaltenen Luft, die Verbesserung ge-
ringer junger Weine mit Rosinen , Laugenfalz
und Vitriolgeist. Das Brandteweinbrennen;
der schlimme Geschmack des Kornbrandkeweins
komme von der allzu innigen Vermischung der
der Bestandtheile im Gerraide, die sich nicht
wollen abscheiden lassen. Alles liege daran, daß
man die säuern falzicht schleimigen Bestand-
teile von den geistigen durch die Zerstörung
wegbringe, und dieses geschehe durch den Eßkg
oder den Kalch, den man in die Läuterblase
schür-
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