Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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frieden seim sollest mit mir." Wir wün-
schen, daß diese Geberhe —- und ein paar
Stellen des Buchs, wo wir uns wundern
müßen, daß der Verfasser das Unartige und
recht eigentlich Eckelhafte nicht gefühlt har,—
nicht zuerst einem, der das Buch aufschlagt,
in die Hande fallen mögen; wir fürchten,
mancher würde sogleich das ganze sonst wirk-
lich nützliche Buch bey Seite legen, oder Be-
denken tragen, es Landleuren zu empfehlen.
Wir verkennen manches Gute in diesen Ge-
deihen nicht, sehen auch wol ein, daß dec
Verfasser den gedachten wunderlichen Ton
in den Geberhen mit der oben gemeldten ein-
geschrankten Absicht seines Buchs schützen
wird. Aber ist das der Ton, m dem der
Mensch, mit Gort sprechen darf, dem er,
wenn er mit ihm rechten wollte, auf rau-
fend nicht eins antworten könnte? Ist dec
Mensch nicht ohnehin, zumal det Mensch,
dec so wenig über Religion und seine Pflich-
ten erleuchtet ist, wie die allermeisten Land-
leute, geneigter, sich für besser als für schlech-
ter wie er ist zu halten? Ist Arbeitsamkeit
und Gerechtigkeit die ganze Pflicht des
Menschen, so daß er, wenn ec sich darüber
keine Vorwürfe zu machen weiß, glauben
kann, nun sey Gott ganz gewiß mit ihm zufrie-
den ? odec sind nicht die meisten Menschen
fleißig und gerecht nuc ihres Vocrheils wegen,
nicht aus Begierde Gottes Willen zu rhun
Erst. B. C c und
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