Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

Seite: 408
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zu khun. Eigentlich soll das Buch eine Logik
und Metaphysik seyn. Aber aufrichtig, und
ohne der Achtung, die sonst der Recenjcnr für
die Verdienste des Hrn. P. hat, Eintrag zu
rhun, muß er gestehen, daß nur einzelne Wahr-
heiten , die em Eigenthum der Logik rind Meta-
physik sind, in diesem Buche vorkommen. Viel-
leicht suche aber der Vers, durch den mündli-
'chen Vortrag das allzuviele mangelnde zu er-
setzen. Die drey ersten Hauptstücc'e enthalten
die psychologische Geschichte des menschlichen
Erkenntnisvermögens, mit eingestremen An-
merkungen über den Ursprung, Unterschied und
Vermeidung der Irrthümer, und diese Ab-
handlung vertritt die Grelle der Logik. Das
übrige enthalt den Stoff zur Metaphysik. Dee
Vers, giebt seine allzugroße Anhänglichkeit an
dem Wölfischen System, besonders in der Me-
taphysik allzu deutlich zu erkennen. Auch dem
Satze des Nichtzuunterscheidenden legt er einen
hohen Werth bey, und sucht ihn aus dem all-
gemeinen Zusammenhang — der sich in dem
Beysammenseyn und in der Folge der Dinge
befindet — geltend zu machen. (§. 950 f.) Je-
de Sache hat ihre Stellung in dem Veysammen«
seyn der Dinge, und ihr Alter in der Folge
derselben, hierdurch hat jede Sache ihren eig-
nen Anrheil an dem Einfluß aller übrigen in
sie, wodurch ihre Beschaffenheit und Größe
verändert, ganz anders verändert wird, als
hey jeder andern Sache. Es schließet also Hr.
P.
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