Allgemeines kritisches Archiv — 1.1777

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treffen nicht nur das Erzstifk selbst, sondern
auch die benachbarten Abkeyen und Klöster,
insbesondre Werden, Steinfelden und Mere.
Sie sind insgesamt wichtig und schatzbar,
sowol in Betracht der bisher noch wenig be-
arbeiteten rheinländisch- westphasischen Ge-
schichte , als auch der alten teutschen und be-
sonders sächsischen Rechtswissenschaft. Die
älteste Urkunde ist ein Privilegium K. Lud»
wigs für das Stift Werden vom Jahr 87?»
Aus der nächstfolgenden des Erzbischofs Wich-
fried von Kölln merkt man, daß dieser im
Iahr9Zi noch kein Siegel hatte, sondern sich
mit dem Signo begnügte. Die achte hat
einen vorzüglichen Werth, und ist eine 1-04
vorgenommene Verrheilung der Stadt Neuß
und zweyer Güther, die der unbekannte älte-
ste Graf von Cleve, Eberhard, nach feines
Sohns, des Bischofs Berenger von Tul,
Tode seinem neu errichteten Frauenkloster zu
Neuß und dem hohen Dhumcapitel zu Kölln
geschenkt hatte, aus welcher man viele neue
Einsichten in das damalige kölnische Ministe-
rialwesen, die Verfassung der Leibeignen, die
in Cerocensualen verwandelt wurden, die
älteste Sradtregierung und Sladtsteuren, und
in die Absichten bey Stiftungen sahrlichee
feyerlicher Gastereyen bekömmt. Eine andre
Urkunde lehret, wie die Grafschaft Hostaden
an das Erzstifk Kölln durch die Freygebigkeit
des Grafen Friedrichs 1246 gekommen -er,;
und
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