Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

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Dieses Drama ist eigentlich ein dialogirter
Roman. Eine spanische Kaufmannsfamilie, Va-
kcr, Adulter, Sohn und Tochter geralhen in
türkische Gesangenschaft und Sklavercy. Osman
befreyt sic nach und nach sämmrlich. Er verliebt
sich in die Bella, die ihm ihre Gegenliebe schen-
ket. Die Mutter widersetzt sich dieser Liebe, ma-
chet mit ihrem Sohn, der, ohne zu wissen daß
er der Bella Bruder ist, sich in sie verliebt hatte,
den Anschlägen des Osmans Abwesenheit durch-
zugehen , und damit ihr die Tochter nicht Win-
kelzüge mache, fodert sie ihr einen Eyd ab, daß
sie ihr folgen wolle. Die Tochter kämpft mit
Liebe und Dankbarkeit gegen den Osman, erfül-
let wider Willen den gezwungenen Eyd, und ent-
schließt sich Gift zu trinken, das aber nicht Gift
war. Ein Freund des Osmans schöpft Ver-
dacht wider den Don Juan, fallt ihn in dem Au-
genblick, wie er die Bella abhohlen und zu Schiff
bringen will, mit dem Degen in der Faust an,
und verwundet ihn, jedoch nicht tödtlich. Os-
man kömmt zurück mit der Bella Vater; Freude
und Bestürzung sind gleich groß. Die Mutter
wird vom Schiff zurückgeholt, und alle erhalten
Vergebung, um so mehr, da Osman hört,
daß Bella äusser Gefahr einer Vergiftung ist.
Lezrerer erklärt sich als Christ, erhalt nun die
Einwilligung Zur Ehe mit der Bella, und da
nach dem Tode feines Vaters ihn nichts weiter
in der Türkey zurückhält, geht er mir der gan-
zen Gesellschaft nach Spanien über. — Wir
G L können
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