Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

Seite: 104
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was sie lesen verstehn, und zur Erweiterung und
Vervollkommnung ihrer Seelen raste und Herr
zenöanlage cs zu nutzen und gebrauchen wissen.—-
So, wie gesagt, würde ich reden, wenn ich
Machtsprüche thun dürfte; denn ben einem Bur
che von deklarirter Vortrefflichkcit ist es fast im-
mer unangenehm erst weitlauftig beweisen zu müs-
sen, daß es, und warum es so vortrefflich sey:
Man braucht nur zu lesen, das Unheil aller Leser
vereinigt sich, und eö ist niemand, der sich über
Zeit und Mühe beklagen sollte, die er der Lektür
des WerkgenS widmete. Jedoch da noch lange
nicht alle Leser dieses Blattes den Kinderfrcund
gelesen haben werden; und bloßer Machtspruch,
den der Mund eines Sauglinges stammelte, wohl
bey den wenigsten Lesern so viel gelten möchte.
Laß man ihm zu Gefallen selbst lesen sollte, so
will ich wenig»>ens den Plan dieses Wochenblatts
angcben, so kurz und bestimmt, als es nur immer
möglich zu machen feyn wird. Mir deucht dieser
Plan selbst ist ganz unverbesserlich. Mentor,
der Verfasser, schildert sich selbst als einen Va-
ter von 4 Kindern, deren Charaktere so glück-
lich rmancirt sind, daß sic alle auffallende Fehler,
und alle auffallende Vorzüge enthalten, so sich
bey Kindern, die noch durch Zucht und Zwang
unverdorben sind, gewöhnlich finden. Den klei-
nen Aarl abgerechnet, das Herzblatt des Va-
ters, der dann vermuthlich nur darum so altklug
und vollkommen vorgestellt ward, nm einen
Spiegel zu haben, in dem man unartiger» Kinder»
das
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