Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

Seite: 138
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besonders, muß Spekulation über die Beobach-
tungskunst wichtig seyn, und von einem Prediger
war nicht zu erwarten, daß er sein Werk, in so/
fern es besonders Aerzte intereffirte, so ausführen
würde, daß dem Kunstverständigen nichts un-
richtiges, nichts mangelhaftes darinn begegnen
sollte. Herr Gmelin har auch seiner Ueberse-
ßung in diesem Fache mehrere Erläuterungen und
Verbesserungen gegeben. Wir hätten noch meh-
rere gewünscht, und besonders, daß einige -er
philosophischen Begriffe des Vers, einige Ideen,
welche er oft zum Grund weiterer Schlüsse ange-
nommen hat, sorgfältiger bestimmt, fruchtbarer,
oft nur mit ein paar Worten entwickelt worden
wären. Durch Excerpiren würden wir zu weit-
läufig werden: aber ein paar Hauptsachen sind
uns, das Ganze betreffend, aufgesioßen. Es
gefällt uns nicht, daß sowol Sennebier als Herr
Gmelin der Mühe, ihre Gewährsmänner zu ci-
tiren, sich überhoben haben, oder wenigstens
hätten wir gewünscht, daß Herr Gmelin die Sup-
plirung der Citaren auch unter die diesem Buch
nöthigen Berichtigungen gerechnet hätte. Zn
viel Allgemeines und also auch zu viel Unbestimm-
tes haben wir durch das ganze Buch angetrof-
fen- Herr Gmelin ist vielleicht blos durch eine
zu besorgende große Weitlauftigkeit abgehalten
worden, den Franzosen, der anstatt im genauen
didaktischen Tone zu sprechen öftersBlumen hascht,
und sich hinter einem Reichthum von Worten zu
verbergen scheint, überall auf dem Fuße mit ei-
yer
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