Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

Seite: 252
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rung gegeßen wird. Der juristische Abschnitt
enthält Recensionen von 9 Schriften; von hi-
storischen Schriften wird Mosers neuste Ge-
schichte der unmittelbaren Neichsritterschaft
und Teuthsrns Geschichte der Hessen beur-
theilt. Zur Philosophie und den schönen Wis-
senschaften gehört eine sehr mittelmäßige Ab-
handlung vom Geschmack, besonders vom
griechischen Geschmack unsers Jahrhunderts,
die im folgenden Stück fortgesezr werden soll;
ein schlecht dialogirteö Fragment einesGesprachs-
im Reiche der Todten zwischen Rakencr und
Alorz; und eine noch unvollendete Necenllon
über den Sebaldus tTlorhanker- Die
Revisoren scheinen zu einem solchen Geschäfte
nicht gleichen Beruf zu haben. Dem Revisor
der Semleris-den Schriften gebührt unstreitig
das Präsidium bey diesem neuen Revisionsge-
richt- Er ist ein aufgeklärter, von Vorurtheilen,
welche in seinem Lande fast national geworden,
ziemlich freyer, der Kirchengeschichte und des
menschlichen Herzens kündiget, unpartheyischer
und zugleich freymüthiger Mann, den man gern
reden höret, wenn ec aus der Fülle seines Herzens
spricht, wenn man auch gleich nicht in allen Stük-
ken seiner Meynung seyn kann. Die juristischen
und historischen Revisoren, die größtenteils noch
Neulinge in litterarifchen Nevisionsgeschaften zu
feyn scheinen, könnten ihm fowol in der Anlage,
al» auch in der Schreibart noch vieles ablernen.
(Lrf. Gel Jen. »/res Stück.)
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