Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

Seite: 392
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lich unwissenden Menschen entwickelt sich nach
und nach bey ihm Sensation, daraus Unter-
scheidung , W-ßbegierde, Beobachtung, Ge-
dachtniß und Wiedererinuernng, Einbildungs-
kraft, Wch; durch den vorzüglichen Grad dieser
Talente wird man schöner Geisi/ bey welcher
Gelegenheit hier die schönen Wissenschaften und
Künste aufgezahlt werden. Dre Quellen dcS
Wachöthums des Menschen sucht der Verf. üi
und äusser der Gesellschaft. Jene nennt er die
sittliche Ursache und rechnet dahin Erziehung,
Regierungsform, Sprache, und alle im ersten
Kap. angezeigte Bedürfnisse derGesellschaft. Zu
diesen rechnet er: natürliche Anlage wozu, Or-
ganisation, Klima und die daher entspringenden
Bedürfnisse, Ursprung der Abstraktion, des Rai-
sonnementS, der gesunden Vernunft (die dem
Verf. S. 117. dasjenige Talent ist, wodurch ec
durch die Natur bestimmt ist, das, was für ihn
Wahrheit ist, mit augenblicklichem Beysall, oh-
ne weitere Untersuchung zu erkennen und zu glau-
ben, und das Gegentheil zu verwerfen) Wissen-
schaft und Philosophie. Zweites Hanptst.
(S-127.) Geschichte des menschlichen Herzens.
Nach vorauögeschickten Erinnerungen über die
Neigung des Menschen zur Ruhe und zur Tha-
ligkeit, über die Empsindmß (die der Verf.
durch die anhaltende Bewegung der wollenden
Kraft erklärt, welche Bewegung aus den zurück-
gelassenen Spuren einer gewissen Empfindung
entsteht), über das daher entstehende Begehren
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