Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

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gedacht hat, und noch dakey sich aufhalken
kann. Es beruht zwar kaum etwas so sehr auf
subjectiven Gründen, als das Urtheil von dem
nochwendizen Zusammenhänge und der Abhän-
gigkeir einer Meynung von der andern. Unter«
dessen glaubt der Recens., eben so sehr mit viel-
geltenden Stimmen ähnlichgesinnter Philoso-
phen, als mit Sachgründen behaupten zu kön-
nen , daß die wichtigsten Angelegenheiten des
menschlichen Verstandes unabhängig von den
unauflöslichen Schwierigkeiten jener Untersu-
chungen ausgemacht werden können; so weites
unsere Bestimmung erfordert. Denn daß wir
bei) diesen und andern metaphysischen Untersu-
chungen manche Fragen nicht beantworten kön-
nen, ist unleugbar. Aber zum Glücke brau-
chen sie auch nicht beantwortet zu werden. Und
gerade dieß ist der Nutzen der gründlichen Ein-
sichten in dec Metaphysik, daß sie, mit dec
Unzulänglichkeit unserer Begriffe zur Entschei-
dung gewisser Dinge, zugleich die Entbehrlich-
keit derselben erweiset. Wer den Werth und
die Nethwendigkeit der analdZischen Denkart
gehörig eingesehen hat , überzeugt sich von den
Grundwahrheiten der natürlichen Theologie;
Mit gründlicher Uebergehung aller ontologi-
schen Grübelenen. Und von diesem Grunde
scheint des Vers. Glaube, den er bekennet,
eben auch her zu rühren. Er möchte nur gern
strengere Beweise — Aber wenn wir uns über-
zeugen können, daß einen andern Beweist, als
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