Allgemeines kritisches Archiv — 2.1777

Seite: 438
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den von der analogischen Denkart, fordern oder
erwarten wollen, gegen die Gesetze der mensch-
lichen Natur sich auflehnen hieße. — Einige
von den Schwierigkeiten des Vers, scheinen uns
auch gar nicht unauflöslich zu senn; sondern
nur aus unznläßigen Schlußakten zu beruhen.
Daß ans der Voraussetzung der moralischen
LTlothweudigkeit der Handlungen solche
Folgen, als der Vers, hier zieht, mit Grunde
nicht entstehen, ist doch von Basedow, Search,
Hartley und vielen andern so augenscheinlich ge-
zeigt worden, daß wir uns kaum vorstellen kön-
nen, wie jemand, der die Schriften dieser
Manner recht durchdacht hat, bey diesen
Schwierigkeiten noch anstehen könne- Die
Schwierigkeit im ersten Absätze S- 8: Wo die
veränderlichen Dinge ihren Grund haben,
da sie un Unveränderlichen ihn nicht ha^
den können, wird der Vers, sich auch beneh-
men können, wenn er die Nichtigkeit seiner
vorhergehenden Schlußfolgen scharfer prüft.
Wir können den Satz, daß eine nothwendig
vorhandene Substanz nicht verändert werden
könne, nicht beweisen. Aus der ommmocls
6ersrmirmri0ne folgt dieß nicht. Denn sonst
würde kein Ding verändert werden können.
Ans der höchsten Vollkommenheit und Unab-
hängigkeit kann es auch nicht erwiesen werden.
Vielmehr scheint, nach den Begriffen unseres
Verstandes, kein wirksames Wesen ohne Fol-
gen innerer Zustände gedacht werden zu kön-
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