Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

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Bey dem anscheinenden Tode sey das prm-
virale noch eine Zeit lang unzerstört,
wie man ans Versuchen wisse, (vermurhlich
spricht also Hr. C. von der Reizbarkeit) und so
lange dieses Grundvermögen wirksam bleibe,
könne das Leben wieder hergestellr werden.
Sehr oft dringe auch kein Wasser in die Lunge.
Der Tod erfolge aus dem Mangel des Einath-
menö, folglich des Kreislaufes, wodurch der
Leib denn feine Warme verliehre, und mit
derselben die Wirksamkeit des prrincipn vira-
lis. Selten feyn Ertrunkne unherstellbar.
Man solle also allemal versuchen, solche Ver-
unglückte zum Aufleben zu bringen. Das erste
nöihige sey, die Warme bep ihnen wieder her-
zustelleu, welches an der Sonne, oder durch
ein angezündekes Feuer, oder wo es die Gele-
genheit zulasst, durch ein warmes Bad zu We-
ge gebracht werden könne, dessen Warme man
nach und nach vermehren müsse. Der Ta-
baksrauch sey mehrentheils glücklich gebraucht
worden (Hr. C- selbst scheint keinen solchen
Fall gesehen zu haben ) Man müsse das Feuer
stark anfachen, auf daß der Tabak recht ent-
brenne. Man könne auch mit einer Spritze
warmes Wasser anstakt des Rauches beybrin-
gen. Den Athen: wieder frey zu machen, solle
man Luft einblafen, welches nach des jüngern
Hrn. Monro Versuchen durch die Nase beque-
mer geschehe, und wozu der Alhem eines Men-
schen zureichend stark sey: doch müsse man den
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